YPSS

Karl-Heinz Feger

Young Professionals in Soil Science (YPSS)

YPSS ist eine unabhängige Initiative von NachwuchsbodenwissenschaftlerInnen und bietet eine Plattform zur Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen in der Welt der Bodenkunde. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnern aller Fachrichtungen und Karrierestufen sind eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Falls ihr Interesse habt, mitzumachen und uns bei der Organisation zu unterstützen, meldet euch per e-mail.

Unter der e-mail Adresse könnt ihr euch auch für unseren Verteiler eintragen lassen und werdet dadurch automatisch über alle Aktivitäten informiert.

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Aktuelles

Im Podcast Soilcast sprechen unsere YPSS-Vertreterin Katrin Schulz (@KSchulzSoil) und Christoph Genzel (@genzelicious) über die Geschichte und Arbeit der DBG, ihre Erlebnisse auf der Jahrestagung 2023 in Halle und wichtige Themen der bodenkundlichen Community. Die komplette Folge könnt ihr euch hier kostenlos anhören: DBG Tagung SoilCast

Aktivitäten

2. bis 8. September 2023 - DBG Jahrestagung in Halle (Saale) 2023 

Auf der diesjährigen DBG Tagung organisierten die ‚Young Professionals in Soil Science‘ (YPSS) zum wiederholten Male ein vielfältiges Programm in der Mittagspause, das sich vor allem an Nachwuchswissenschaftler/-innen richtet. Den Auftakt machte auch diesmal die Veranstaltung „Meet the Editors“ bei dem die Teilnehmer/-innen die Möglichkeit hatten im Rahmen einer offenen Diskussionsrunde mit Prof. Ingrid Kögel-Knabner, Prof. Doris Vetterlein und Prof. Hermann Jungkunst, exklusive Einblicke in Publikationsprozesse zu gewinnen, sowie die Erwartungen an Manuskripteinreichungen und die Möglichkeiten zur Teilnahme am Peer-Review Verfahren zu erörtern. Traditionell wurde der erste Tagungstag dann mit dem Kneipenabend beendet, bei dem in entspannter Atmosphäre die ersten (fachlichen) Eindrücke ausgetauscht werden konnten. Bei der Veranstaltung „Meet the funder – Get the grant“ am Dienstag, konnten mit Dr. Patricia Schmitz-Möller von der DFG und Dr. David Fischer vom Projektträger Jülich die häufigsten Fehler bei der Antragsstellung und die Fördermöglichkeiten für eigene Projektideen diskutiert werden. Besonderer Andrang herrschte dann am Mittwoch bei der Veranstaltung „Meet the Professionals“, bei der aktuelle Karrierechancen mit Vertreter/-innen aus den Bereichen, Umweltplanung, Grundwasserschutz, Altlastenmanagement, Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation erörtert werden konnten. Ein detaillierter Bericht über die Veranstaltung, sowie eine Übersicht über die Referenten/-innen ist hier zu finden. 
Ursprünglich war für den Mittwochabend noch die Veranstaltung „Meet yourself - Reconnect to your resources” als achtsamer und entspannter Abschluss für den langen Tagungstag gedacht. Auf Grund der bereits entspannten Atmosphäre während der spontanen Outdoor-Postersession, wurde die Veranstaltung jedoch kurzfristig verschoben. Wann und in welcher Form die Veranstaltung nachgeholt wird, werden wir über unseren allgemeinen E-Mailverteiler bekannt geben, für den ihr euch unter folgender Mailadresse anmelden könnt: bodenkunde.nachwuchs@gmail.com Die diesjährige YPSS-Veranstaltungsreihe wurde organisiert von: Lydia Pohl, Melanie Brunn, Alena Förster, Tina Frank, Marcus Schiedung, Katrin Schulz, Steffen Schweizer, Svenja Stock, Pauline Winkler und Jeroen Zethof.

13. Dezember 2022 - Special Issue “Soil Science Challenges: An Interdisciplinary Overview of Current and Future Topics”

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläum des Journal of Plant Nutrition and Soil Science (JPNSS) wurde von den YPSS ein Special Issue mit dem Titel „Soil Science Challenges: An Interdisciplinary Overview of Current and Future Topics” initiiert, bei dem ausschließlich Nachwuchswissenschaftler/-innen als Gasteditoren tätig waren. Insgesamt 9 Nachwuchswissenschaftler/-innen konnten so erste Erfahrungen als Editor/-in einer Fachzeitschrift sammeln. Danke an dieser Stelle an den Editor-in-Chief Hermann Jungkunst für diese großartige Möglichkeit! Alle Artikel sind frei zugänglich (open access) und können hier nachgelesen werden:

 https://onlinelibrary.wiley.com/toc/15222624/2022/185/6

3. bis 8. September 2022 - DBG Jahrestagung in Trier 2022 

Nach der langen Corona-Zeit starteten die YPSS-Veranstaltungen in diesem Jahr in Trier mit einem zweitägigen Vortreffen. Bei einer Kanufahrt auf der Saar und leckerem Essen, bestand die Möglichkeit sich neben den faszinierende Forschungsfragen, auch über die Hochs und Tiefs des akademischen und nicht-akademischen Lebens zu unterhalten. Vor allem nach der langen Zeit allein im Home-Office, war es zudem schön, Zeit zusammen zu verbringen, neue Gesichter kennenzulernen und alte wieder zu sehen. Vor allem für „DBG-Neulinge“ bot die Veranstaltung damit die Möglichkeit sich mit anderen Nachwuchswissenschaftler/-innen zu vernetzen, und hat damit gleichzeitig eine solide Basis für die folgenden Tage auf der Konferenz geschaffen. Auf Grund der positiven Rückmeldungen freuen wir uns auf ähnliche Aktivitäten in der Zukunft! Am Montag startete die Konferenz dann mit einem Vortrag von Matthias Rillig (FU Berlin) zum Thema „How to network in Science?“. Hierbei ging es u.a. um die Frage, wie man als Nachwuchswissenschaftler/-in sich frühzeitig ein umfangreiches Netzwerk aufbaut, wie man insbesondere Konferenzen dafür nutzen kann und wie Social Media dabei helfen kann dieses Netzwerk zu pflegen. Wer am Montagabend dann im Wintergarten des Bitburger Wirtshauses war, konnte sicher sein, dass er auf bodenkundlich Gleichgesinnte trifft. Denn zum dritten Mal endete der erste Konferenztag mit dem traditionellen YPSS-Kneipenabend. Am Dienstag ging es weiter mit der bereits mehrfach erfolgreich durchgeführten Veranstaltung „Meet the Editors – how to engage in a changing world of publishing”.

In diesem Jahr stellten sich Prof. Hermann Jungkunst, Prof. Delphine Derrien, Prof. Doris Vetterlein und PD Axel Don den Fragen der Nachwuchswissenschaftler/-innen und gaben Einblicke in die Prozesse des Reviews, Arbeit der Editoren und Publizieren. Am Mittwoch bestand im Rahmen der Veranstaltung „Meet the Professionals – job opportunities in soil science“ erneut die Möglichkeit, sich mit Vertreter/-innen verschiedener Berufsfelder über Karrierewege für Bodenkundler/-innen auszutauschen. Dabei informierten Sonja Medwedski vom Ingenieurbüro Umtec und Rainer Gryschko von der Regioplus Ingenieurgesellschaft GbR über Einstiegsmöglichkeiten und Aufgaben in Gutachter- und Planungsbüros. Stefan Reth von der Umwelt-Geräte-Technik GmbH gab einen Einblick in die Arbeit eines mittelständigen Unternehmens in der Umweltmesstechnik. Ihre Erfahrungen aus ihrer Arbeit in Landes- und Bundesbehörden teilten Annegret Fier und Robin Stadtmann vom LBEG Niedersachsen, Dieter Kühn vom LBGR Brandenburg, Jens Utermann vom Umweltministerium NRW, Sebastian Kofalk und Elmar Fuchs von der BfG, sowie Klaus Kruse von der BGR. Fragen zu Tätigkeitsfeldern im Wissenschaftsmanagement beantwortete die wissenschaftliche Koordinatorin der Biodiversitäts-Exploratorien, Victoria Grießmeier, während Yvonne Oelmann von der Universität Tübingen und Horst Gerke vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. Einblicke in die Arbeitsbedingungen und Aufgaben in der universitären und außeruniversitären Forschung gaben.

Außeruniversitär bewegt sich auch Maike Bosold und gab Einblicke als ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin des Bundesverband Bodens e.V. und in der Koordination der Bodenkundlichen Baubegleitung. Darüber hinaus informierte Patrizia Schmitz-Möller über die Fördermöglichkeiten der DFG für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die diesjährige YPSS-Veranstaltungsreihe wurde organisiert von: Lydia Pohl, Sophie Drexler, Tina Frank, Marcus Schiedung, Katrin Schulz, Steffen Schweizer, Svenja Stock, Lilli Zeh und Jeroen Zethof. 

26.-28. August 2019 DBG Jahrestagung in Bern 2019

Auf der DBG-Jahrestagung in Bern organisierten die ‚Young Professionals in Soil Science‘ (YPSS) zum dritten Mal ein Rahmenprogramm, dass sich vor allem an junge Nachwuchswissenschaftler/-innen richtet. Insbesondere der erste Tagungstag am Montag war vollgepackt mit gleich 3 Veranstaltungen. Den Auftakt machte der „Scientfic Writing Workshop“ mit Dr. Joshua Schimel von der University of California (USA). Das Schreiben von wissenschaftlichen Publikationen ist einer der entscheidendsten Fähigkeiten für den erfolgreichen Abschluss einer Doktorarbeit und den weiteren Karriereweg in der Wissenschaft. In dem knapp 2 stündigen Workshop zeigte uns Dr. Joshua Schimel, wie wichtig eine fundierte Gesichte auch beim Schreiben von sachlichen Texten ist und wie man den Leser mitreißt. Mit seiner Erfahrung als Autor von zahlreichen Publikationen in führenden Fachzeitschriften und dem Buch "Writing Science: how to write papers that get cited and proposals that get funded", konnte er hierbei auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen. Im Anschluss folgte direkt der „Soil Pitch”, bei dem die Teilnehmer/innen in einer einminütigen Präsentationen ihre Projektideen und Konferenzbeiträge vorstellen konnten. Die Sprache, der Dialekt und die Art der Darstellung waren hierbei frei wählbar, so dass sich ein vielfältiges und unterhaltsames Programm bot. Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit „Meet the Editors“. Bei der Veranstaltung hatten die Teilnehmer/-innen die Möglichkeit mit Prof. Daniela Sauer, Prof. Markus Egli and Prof. Hermann Jungkunst über die Rolle des Impact-Faktors und die Erwartungen an Reviewer und Editoren zu diskutieren, sowie die Möglichkeiten als Nachwuchswissenschaftler/-in am Peer-Review Verfahren teilzunehmen zu besprechen. Wie bereits im letzten Jahr, endete der erste Tagungstag mit einem gemeinsamen Kneipenabend.

Auf Grund des schönen Sommerwetters war der Biergarten der „Turnhalle“ gut gefüllt und die ersten Erfahrungen konnten in entspannter Atmosphäre ausgetauscht werden.  Mit der Veranstaltung „Meet the Professionals – job opportunities in soil science“ am Dienstag ein Rahmen geschaffen, in dem Nachwuchskräfte ihre Fragen zu Karrierewegen und -chancen im direkten Gespräch an Vertreter/-innen verschiedener Berufsfelder stellen konnten. Im World Café Format traten zwölf Referenten in den direkten Austausch mit den Nachwuchskräften. Im Berufsfeld Wissenschaft gaben Yvonne Oelmann von der Universität Tübingen, Horst Gerke vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. und Jörg Luster von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) Einblicke in die universitäre und außeruniversitäre Forschungslandschaft. Dazu beantwortete Patrizia Schmitz-Möller von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Fragen zu Fördermöglichkeiten, passend zur individuellen Situation. Lieber koordinieren als forschen in der Wissenschaft? Ihre Erfahrungen aus ihrer Arbeit im Wissenschaftsmanagement teilte Christiane Fischer, wissenschaftliche Koordinatorin der Biodiversitäts-Exploratorien. Im Gespräch mit Sebastian Köhli, Gründer des Ingenieurbüros Soil Water Ecology Consult, und Hanspeter Graf von der CSD Ingenieure AG konnte man sich ein Bild davon machen, welche Aufgaben im Rahmen einer bodenkundlichen Baubegleitung anfallen oder welche Erfahrungen und Fähigkeiten man für die Arbeit in einem Ingenieurbüro mitbringen sollte.

Auch Maike Bosold, Geschäftsführerin des Bundesverband Bodens gab zusätzlich einen Einblick in die Koordination der Bodenkundlichen Baubegleitung. Stefan Reth, Geschäftsführer der Umwelt-Geräte-Technik GmbH, gab darüber hinaus einen Einblick in die Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich der Umweltmesstechnik. Wer nach dem Studium nicht in der freien Wirtschaft, sondern lieber im öffentlichen Dienst arbeiten möchte, konnte sich mit Nicole Engel (LBEG Niedersachsen), Gudrun Schwilch (Bundesamt für Boden, Schweiz), Jens Utermann (Umweltministerium NRW) und Klaus Kruse (BGR) über Berufsbilder in Landes- und Bundesbehörden austauschen. Die diesjährige YPSS-Veranstaltungsreihe wurde organisiert von: Steffen Schweizer, Tina Frank, Lydia Pohl, Marcus Schiedung, Svenja Stock, Tobias K. D. Weber und Maike Widdig.

 

2. bis 7. September 2017 - DBG Jahrestagung in Göttingen 2017

Auszug aus den Grüne Blättern Nummer 36/2 2017 Der vollständige Artikel ist hier zu finden.

Auf der diesjährigen DBG Tagung organisierten die ‚Young Professionals in Soil Science‘ (YPSS) schon zum zweiten Mal interaktive Veranstaltungen: Von der kontroversen Diskussion bodenkundlicher Berufsperspektiven über wissenschaftliche Kurzvorträge bis hin zu tiefen Einblicken in den Publikationsalltag. Unter der Leitfrage „Quo grabis?“ (frei übersetzt: Wohin gräbst du?) lud die YPSS-Gruppe zur Diskussion ein, wie man als Bodenkundlerin und Bodenkundler am besten im Berufsleben Fuß fassen kann. Hierbei konnte ein Forum aus sieben Sprecherinnen und Sprechern ihre individuelle Berufsperspektive vorstellen: Nicole Engel (LBEG Niedersachsen) und Klaus Kruse (BGR) stellten die vielfältigen Aufgaben innerhalb einer Behörde vor. Richard Beisecker (IfÖL) präsentierte seine Sicht als Leiter eines Ingenieurbüros und betonte dabei die gewichtige Bedeutung feldbodenkundlichen Fingerspitzengefühls schon bei Berufseinsteigern. Jürgen Klatt (Landkreis Celle) zeigte wie vorausschauend Bodenprojekte in einem Landkreis geplant werden und wo man als Bodenkundler auch hin und wieder eine Bombe entschärfen muss. Horst Herzog (Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt) führte in die vielfältigen Möglichkeiten bei einem größeren Dienstleistungsunternehmen ein und riet eine Bewerbung vor allem auf den formalen Eindruck gut zu überprüfen, worin sich alle Vortragende einig waren. Sascha Reth (UGT) erzählte wie man ingenieurtechnische und soziale Ambitionen beim Entwickeln und Installieren von Umweltmesstechnik vereinen kann. Gabriele Schaumann (Universität Koblenz Landau) schloss den Kreis mit ihrer Berufsperspektive für die gegenwärtig meist in der Forschung beschäftigten Teilnehmenden. Im Anschluss an die Präsentationen diskutierte das Auditorium noch lebendig über die Frage, ob ein Promotionsvorhaben für die Praxis eine notwendige Qualifizierung oder eher eine Kür ist. Beim ‚Soil Pitch‘ gab es Gelegenheit sich mit einem Kurzvortrag rasch zu vernetzen und einen Überblick über die vielfältigen Themen auf der Jahrestagung zu bekommen. In einem sportlichen Schlagabtausch konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in maximal einer Minute auf ihren Tagungsbeitrag oder ihr Projekt hinweisen. Die zwei besten Beiträge wurden mit einer englischen Ausgabe des Scheffer/Schachtschabel (gesponsert von Springer) und einem Ideal-Spaten ausgezeichnet. Bei ‚Meet the Editors‘ konnten die Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen einen Einblick in das Peer-Review System gewinnen und die täglich kniffligen Entscheidungen von Editoren und Reviewer kennenlernen und hinterfragen. Zur Diskussion stellten sich Hermann Jungkunst (Journal of Plant Nutrition and Soil Science), Karl Stahr (Catena) sowie Karsten Kalbitz und Egbert Matzner (beide Biogeochemistry). Beim schwungvollen Diskurs konnten die rund 60 Teilnehmenden erfahren, welche Möglichkeiten einem bei schwierigen Anmerkungen der Reviewer bleiben, in welchen Fällen man die Editoren kontaktieren kann und, dass man besser nicht die bekanntesten Forscher als Reviewer vorschlagen sollte. Herzlichen Dank allen Vortragenden und Teilnehmenden! Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldung auf die YPSS-Veranstaltungsreihe suchen wir nun dringend nach weiteren Aktiven zur Planung und Mitgestaltung weiterer Veranstaltungen. Die diesjährige YPSS-Veranstaltungsreihe wurde von Steffen Schweizer, sowie Kyle Mason-Jones, Christian Schneider und Tobias K.D. Weber organisiert.

 

5. bis 10. September 2015 - DBG Jahrestagung in München 2015

Auszug aus den Grüne Blättern Nummer 34/2 2015 Der vollständige Artikel ist hier zu finden.

Das Jahr 2015 wird als das UN-Jahr des Bodens in Erinnerung bleiben. Doch wohin entwickelt sich der berufliche Aktivbereich der Bodenkunde längerfristig und welche Einstiegsperspektiven bieten sich insbesondere jungen Bodenkundlern? Den hohen Diskussionsbedarf über diesen fachlichen Tellerrand hinweg zeigt ein Diskussionsabend auf der Jahrestagung der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) in München. Die Young Professionals in Soil Science (YPSS) luden zu einem World Café der Bodenperspektiven an acht unterschiedlichen Diskussionstischen. Am Tisch für Bodenperspektiven in der Wissenschaft berichteten Prof. Dr. Sandra Spielvogel (Uni Bern), sowie Prof. Yakov Kuzyakov (Uni Göttingen) von ihrem eigenen Weg zum bisherigen Erfolg. An den Tischen für bodenkundliche Baubegleitung debattierten Ricarda Miller vom Ingenieurbüro Schnittstelle Boden und der freischaffende Bodenkundler Dr. Andreas Lehmann mit zahlreichen jungen Bodenkundlern über die beruflichen Möglichkeiten im vorsorgenden Bodenschutz. Die engagierten Diskussionen an den Tischen für Altlasten und Bodensanierung wurden betreut von Renate Zöllner vom Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München und Peter Nickol von der Nickol & Partner GmbH. Als Vertreter des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) konnten beide Experten das Interesse für die Sanierung der unzählbar vielen verseuchten Flächen in Deutschland wecken. Spannend war es auch an den Tischen für internationale Entwicklungszusammenarbeit mit Ute Sonntag und Walter Engelberg, beide vom Sektorvorhaben Desertifikationsbekämpfung der GIZ. Beim Projektmanagement, dem Entwurf von Konzeptpapieren, sowie der Verknüpfung mit Partnerinstitutionen gilt es über das bodenkundliche Fach hinweg auch Klima-, Wasser- und Ernährungsthemen Einklang zu bringen. Mit Dr. Gerhard Milbert vom Geologischen Dienst NRW und dem Bundesverband Boden e.V. (BVB) kam zur zweiten Diskussionsrunde spontan ein weiterer Tisch zu den Perspektiven junger Bodenkundler in den Landesverwaltungen und Behörden hinzu. Hier berichtete Hr. Milbert vorwiegend von seinen Erfahrungen im Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen, den Herausforderungen beim Zusammenfinden unterschiedlicher Interessensgruppen und den Jobperspektiven. An allen Thementischen des World Cafés wurde deutlich, dass durch die Schlüsselrolle und weltweite Verbreitung der Böden jungen Bodenkundlern ein breites Beschäftigungspotential mit vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern offen steht. Vielerorts bereitet jedoch die abnehmende Finanzierung Sorgen, die zur Wiederherstellung und dem Erhalt der Bodenfunktionen dringend benötigt wird. Da bleibt zu hoffen, dass die jungen Bodenkundler gerade deshalb nicht aufhören immerwährend tiefer zu graben, um sich findig in erfolgreiche Projekte einzubringen und so zur holistischem Bedeutung der Bodenkunde beizutragen.

 

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