Natürliche Abbau- und Rückhalteprozesse (Natural Attenuation, NA) sowie stimulierte natürliche Abbauprozesse (Enhanced Natural Attenuation, ENA) begrenzen die Ausbreitung von Schadstoffen in Grundwasserleitern. Bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen, d. h. eine stationäre Schadstofffahne mit einer relativ geringen Ausdehnung, besteht die Möglichkeit, auf eine herkömmliche Altlastensanierung zu verzichten und durch ein „Monitored Natural Attenuation“ (MNA)-Konzept zu ersetzen. Unverzichtbare Bedingung hierbei ist, dass die natürlichen Abbau- und Rückhalteprozesse identifiziert und quantifiziert werden können. Die Anwendung von NA-Strategien hat die Entwicklung neuer Methoden initiiert, die in unterschiedlichen Phasen der Bearbeitung eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang sind die Erfassung der Redoxzonierung, der spezifische Nachweis relevanter Mikroorganismen, die Durchführung von standortspezifischen Abbauversuchen (Mikrokosmen), die Isotopenfraktionierung und Ansätze zur Modellierung zu nennen.
Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Behördenvertreter, Gutachter, Sachverständige und Sanierungspflichtige. Im Rahmen des Generationswechsels im Altlastenbereich wollen wir auch junge KollegInnen ansprechen. In der Veranstaltung werden die Grundlagen erläutert und aktuelle Fallbeispiele vorgestellt.
Lehrgangsleitung: Prof. Dr. Andreas Tiehm (DVGW-Technologiezentrum Wasser, TZW)
Termin: Mittwoch, 10. Juni 2026, 9:20 Uhr
Ort: DVGW Technologiezentrum Wasser (TZW), Karlsruher Str. 84, 76139 Karlsruhe
Alle Details sowie den Programmablauf entnehmen Sie bitte der hier verlinkten Information. Die Anmeldung erfolgt gerne per E-Mail oder über unsere Homepage: https://www.iws.uni-stuttgart.de/vegas/fortbildungsverbund/index.html
| Beginn | 10. Juni 2026 |
| Ende | 10. Juni 2026 |
| Website | https://www.iws.uni-stuttgart.de/vegas/fortbildungsverbund/index.html |